Gesprächsrunde

Unter Gesprächsrunde sind die Kurzbiografien der Teilnehmerinnen und Teilnehmer einer Veranstaltung zusammengefasst.

Bundespräsident Christian Wulff

Christian Wulff, geboren 1959 in Osnabrück, verheiratet, zwei Kinder (3 und 17 Jahre alt), Rechtsanwalt seit 1990. Früh engagierte er sich als Schülersprecher, Studentenvertreter und in den Jugendverbänden Schüler Union und Junge Union. 1994 wurde er in den niedersächsischen Landtag gewählt. Von 2003 bis 2010 war Christian Wulff Ministerpräsident des Landes Niedersachsen. Am 30. Juni 2010 wählte ihn die 14. Bundesversammlung zum zehnten Präsidenten der Bundesrepublik Deutschland.

Anna Kaminsky
Geschäftsführerin der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Dr. Anna Kaminsky studierte Sprachwissenschaften in Leipzig. Nach ihrer Promotion arbeitete sie von 1993 bis 1998 am Berliner Institut für vergleichende Sozialforschung, an der Universität Münster, der Gedenkstätte Sachsenhausen und am Deutschen Historischen Museum an Forschungs- und Ausstellungsprojekten mit. Seit 1998 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin und seit 2001 Geschäftsführerin der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Anna Kaminsky ist u.a. in den Beiräten der Gedenkstätten Berlin-Hohenschönhausen und Leistikowstraße Potsdam, der Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt sowie der Zeitschrift Deutschland Archiv vertreten.

 

Podiumsteilnehmerinnen und -teilnehmer


Zsuzsa Breier

Dr. Zsuzsa Breier, geboren 1963 in Budapest (Ungarn), studierte Germanistik und Kulturwissenschaften und ist Dozentin, Autorin und Herausgeberin. Von 1992 bis 2005 war Zsuzsa Breier als Dozentin für Neuere und Deutsche Literatur an der Eötvös-Lóránd-Universität in Budapest und von 2000 bis 2004 als Diplomatin in der Botschaft der Republik Ungarn in Berlin tätig. Sie war Initiatorin und Leiterin des 2004 gestarteten, einjährigen Dialog-Programms der zehn neuen EU-Länder “Kulturjahr der Zehn“ der Gesellschaft Dialog.Kultur.Europa e.V. Seit 2006 ist sie Lehrbeauftragte für Kulturmanagement an der Humboldt-Universität zu Berlin und geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Gesellschaft zur Förderung der Kultur im erweiterten Europa e.V. Berlin.

Rainer Eppelmann

Rainer Eppelmann, geboren 1943 in Berlin, ist gelernter Dachdeckerhilfsarbeiter, Maurer, studierter Theologe und Pfarrer. Er engagierte sich in der DDR-Opposition und war an der Organisation und Unterstützung zahlreicher Aktivitäten kirchlicher Jugendarbeit sowie kirchlicher Friedens- und Menschenrechtsgruppen beteiligt. Er war Mitbegründer und später Vorsitzender der Partei Demokratischer Aufbruch. Von Dezember 1989 bis März 1990 vertrat Rainer Eppelmann den Demokratischen Aufbruch am Zentralen Runden Tisch. Im Februar 1990 war er Minister ohne Geschäftsbereich in der zweiten Regierung Hans Modrow, ab April Minister für Abrüstung und Verteidigung in der Regierung Lothar de Maizière. Seit 1990 ist Rainer Eppelmann Mitglied der CDU und war bis 2005 Abgeordneter des Deutschen Bundestags. Von 1994 bis 2001 war er Bundesvorsitzender der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft in der CDU. Seit 1998 ist er ehrenamtlicher Vorsitzender des Vorstands der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.

Paul Nolte

Prof. Dr. Paul Nolte, geboren 1963 in Geldern, studierte Geschichtswissenschaft und Soziologie in Düsseldorf, Bielefeld und an der John Hopkins University in Baltimore (USA). Von 1993 bis 2001 war er wissenschaftlicher Assistent an der Fakultät für Geschichtswissenschaft und Philosophie der Universität Bielefeld und nach seiner Habilitation von 2001 bis 2005 Professor für Geschichte an der International University Bremen. Seit 2005 ist Paul Nolte Professor für Neuere Geschichte mit besonderer Berücksichtigung der Zeitgeschichte in ihren internationalen Verflechtungen an der Freien Universität Berlin. Er ist geschäftsführender Herausgeber der Zeitschrift „Geschichte und Gesellschaft. Zeitschrift für historische Sozialwissenschaft“ sowie seit 2009 Präsident der Evangelischen Akademie zu Berlin.

Cornelia Schmalz-Jacobsen

Cornelia Schmalz-Jacobsen, geboren 1934 in Berlin, ist studierte Übersetzerin, Journalistin und deutsche Politikerin. Seit 1968 ist sie Mitglied der FDP, von 1988 bis 1991 war sie FDP-Generalsekretärin und von 1995 bis 1998 stellvertretende Bundesvorsitzende. 1985 wurde Cornelia Schmalz-Jakobsen in Berlin zur Senatorin für Jugend und Familie berufen. Bis 1998 war sie Mitglied des Deutschen Bundestages und von 1991 bis 1998 Beauftragte der Bundesregierung für die Belange der Ausländer. Cornelia Schmalz-Jacobsen engagiert sich ehrenamtlich für die Förderung von Demokratiebewusstsein, gesellschaftliche Vielfalt und die Einhaltung der Menschenrechte. Sie ist stellvertretende Vorsitzende der Vereinigung „Gegen Vergessen – Für Demokratie“ und Mitglied im deutschen Vorstand des internationalen Vereins „Humanity in Action“.

Andreas Schönfelder

Andreas Schönfelder, geboren 1958 in Oberschlema, ist gelernter Baufacharbeiter und Krankenpfleger. Er engagierte sich aktiv in der DDR-Opposition. Er organisierte politische und kulturelle Treffen und gründete den kirchlich und staatlich unabhängigen „Offenen Friedenskreis Großhennersdorf“ sowie das „grün-ökologischen Netzwerk Arche“. Ab 1987 errichtete er in seinem Haus eine Umweltbibliothek nach dem Vorbild der Umweltbibliothek in Berlin. Er war 1989 beteiligt am Aufbau des Neuen Forums in der Oberlausitz. Ab 1990 war er im Kreisrat für das Neue Forum und später für Bündnis 90/Die Grünen tätig. Seit 1991 engagiert er sich für die Aufarbeitung der Geschichte des Nationalsozialismus und des Kommunismus sowie in der außerschulischen Bildungsarbeit. Er ist Mitglied im Beirat der Stiftung Sächsische Gedenkstätten und der Marion-Dönhoff-Stiftung.

Moderation

Stephan Detjen

Stephan Detjen, geboren 1965 in Bayreuth, ist Journalist und Herausgeber. Er studierte Jura und Geschichtswissenschaften an den Universitäten München, Aix-en-Provence und Speyer und schloss diese 1994 bzw. 1995 mit dem Staatsexamen und dem Magister ab. Seit 1992 arbeitete er in der Nachrichtenredaktion des Bayerischen Rundfunks. Von 1997 bis 1999 war er als Korrespondent für Deutschlandradio und den ARD-Hörfunk in Karlsruhe tätig und befasste sich vorrangig mit dem Bundesverfassungsgericht und Bundesgerichtshof. Danach wechselte er als Redakteur des Deutschlandfunks nach Berlin. Dort wurde er 2001 stellvertretender Leiter des Hauptstadtstudios von Deutschlandfunk und Deutschlandradio Berlin sowie zudem 2005 Leiter der Abteilung Aktuelle Kultur im Funkhaus Berlin. Seit Juni 2008 ist Stephan Detjen Chefredakteur des Deutschlandfunks in Köln.