Nach dem Staatsbankrott

1. Dezember 2015

Anna Kaminsky

Im Interview im Anschluss an die Veranstaltung „Nach dem Staatsbankrott. Der Wandel in der DDR und in Ostdeutschland von der Planwirtschaft zur Marktwirtschaft“ am 1.12.2015 im Schloss Bellevue stellt Anna Kaminsky, Geschäftsführerin der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, dar, dass die Mehrheit der Ostdeutschen heute ihre Lebenssituation und die wirtschaftliche Lage in den neuen Bundesländern positiv bewertet. Da niemand das Ausmaß der wirtschaftlichen und politischen Veränderungen im Anschluss an das Ende der SED-Diktatur erahnen konnte, habe es jedoch erst eine Art „Anpassungsschock“ für die ostdeutschen Bürgerinnen und Bürger gegeben. Dieser sei erst seit zirka 10 Jahren überwunden. Frauen seien von der Umstellung stärker als Männer betroffen gewesen, da sie prozentual häufiger ihre Arbeit verloren hätten als Männer, die – anders als in der DDR – wieder als traditioneller Ernährer der Familie galten.

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