Nach dem Staatsbankrott

1. Dezember 2015

Richard Schröder

Im Interview im Anschluss an die Veranstaltung „Nach dem Staatsbankrott. Der Wandel in der DDR und in Ostdeutschland von der Planwirtschaft zur Marktwirtschaft“ am 1.12.2015 im Schloss Bellevue erinnert sich der emeritierte Professor für Philosophie und ehemaliger Fraktionsvorsitzender der SPD in der Volkskammer der DDR, Richard Schröder, daran, dass der Wille zum Beitritt der Bundesrepublik die Einigungsverhandlungen bestimmt habe und viele Vorgaben von Seiten der Bundesrepublik akzeptiert werden mussten. Die wirtschaftlichen Einbrüche auf dem Gebiet der ehemaligen DDR waren seiner Meinung nach absehbar gewesen. Er betont aber, dass die Arbeit der Treuhand besser als ihr Ruf gewesen sei, da vieles im Blindflug angegangen werden musste. Eine Angleichung der wirtschaftlichen Verhältnisse in Ost und West könne seiner Meinung nach nur dann geschehen, wenn es neue Industrien für neue Produkte gebe.

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