Nach dem Staatsbankrott

1. Dezember 2015

Videodokumentation – Begrüßung von Bundespräsident Gauck

Am 1. Dezember 2015 eröffneten Bundespräsident Joachim Gauck und der Vorstandsvorsitzende der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Rainer Eppelmann, die Veranstaltung ”Nach dem Staatsbankrott. Der Wandel in der DDR und in Ostdeutschland von der Planwirtschaft zur Marktwirtschaft” der gemeinsamen Veranstaltungsreihe “Vergangenheit erinnern – Demokratie gestalten”. Auf der bereits fünften Veranstaltung diskutierten im Schloss Bellevue Schülerinnen und Schüler des Marie-Curie-Gymnasiums Potsdam, des Wilhelmstadt Gymnasiums Berlin, der Seminargruppe des Freiwilligen Sozialen Jahres im Politischen Leben und Studierende der Zeitgeschichte der Humboldt-Universität zu Berlin gemeinsam mit den Podiumsgästen Klaus-Ewald Holst, Petra Hoyer, Johannes Ludewig, Richard Schröder und Hans-Werner Sinn. Die Publizistin und Journalistin Alexandra Gerlach moderierte die Veranstaltung.

In seiner Begrüßung hob Bundespräsident Joachim Gauck die positive wirtschaftliche Entwicklung der letzten 25 Jahre in den ostdeutschen Bundesländern hervor, die trotz der schweren Rahmenbedingungen zu verzeichnen sei. Er erinnerte an die enorm schnelle Abfolge von Entscheidungen, die infolge der Friedlichen Revolution und des Sturzes der SED-Führung im Herbst 1989 getroffen werden mussten. Politische und ökonomische Ziele seien dabei nicht immer in Einklang zu bringen gewesen. So erhöhte die steigende Massenabwanderung der ostdeutschen Bürgerinnen und Bürger nach Westdeutschland hin zur D-Mark den Handlungsdruck enorm. Als Folge wurde schon am 1. Juni 1990 die Wirtschafts- und Währungs- und Sozialunion gegründet – ein erster Schritt in Richtung Wiedervereinigung und zur Auflösung der Planwirtschaft.

Weitere Beiträge in der Mediathek:
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Einführung von Rainer Eppelmann
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Weiterführende Informationen über die Podiumsteilnehmerinnen und -teilnehmer, die Einzelinterviews sowie den Veranstaltungsbericht finden Sie unter Gesprächsrunde, Interviews und Reden und Texte.

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