Recht und Gerechtigkeit

10. Dezember 2014

Anna Kaminsky

Die Geschäftsführerin der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Anna Kaminsky, appelliert im Interview an die Gesellschaft, noch mehr dazu beizutragen, dass den Opfern der SED-Diktatur Gerechtigkeit widerfahren könne. Im Rahmen möglicher rechtlicher Maßnahmen plädiert sie für die Aufhebung von Fristen bei Rehabilitierungsmaßnahmen, für die Umkehr der Beweislast von gesundheitlichen Folgeschäden und dafür, die Opferrente nicht an soziale Kriterien zu knüpfen. Anna Kaminsky wünscht sich zudem ein gesellschaftliches Klima, in dem die DDR-Geschichte und das begangene Unrecht stärker thematisiert werden. Dem Konzept der Versöhnung steht sie skeptisch gegenüber, da in vielen Fällen der erste Schritt von Seiten der Täter fehle.

Weiterführende Informationen über Anna Kaminsky finden Sie unter Gesprächsrunde.

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