Typisch deutsch!

13. Dezember 2012

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Typisch deutsch, Berlin 2012 © Sebastian Bolesch, Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

Bundespräsident Joachim Gauck eröffnet am 13. Dezember 2012 die Veranstaltung „Typisch deutsch? Leben im vereinten Deutschland“ und begrüßt die Gäste: Freiwilligendienstleistende des „Freiwilligen Sozialen Jahrs im politischen Leben“ der Internationalen Jugendgemeinschaftsdienste (IJGD), Studierende des Masterstudiengangs Zeitgeschichte der Universität Potsdam und Studierende des Public History Studiengangs der Freien Universität Berlin, Studierende des Erziehungswissenschaften der Universität Potsdam, Journalistenschülerinnen und -schüler der Axel-Springer-Akademie, Teilnehmende des Studienkollegs zu Berlin, Stipendiaten des Programms der Heinrich-Böll-Stiftung „Medienvielfalt, anders – junge Migrantinnen und Migranten in den Journalismus“.

 

Typisch deutsch, Berlin 2012 © Sebastian Bolesch, Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

Bundespräsident Joachim Gauck betont in seiner Begrüßungsrede, dass ein differenziertes, offenes Gespräch über den SED-Staat noch immer keine Selbstverständlichkeit sei. Die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit durch alle in Deutschland lebenden Bürgerinnen und Bürger sei aber Voraussetzung für das Verständnis über eine gemeinsame Identität.

 

Typisch deutsch, Berlin 2012 © Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Rainer Eppelmann, Vorstandsvorsitzender der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, spricht im Anschluss die Einführung zur Veranstaltung. Er weist darauf hin, dass bei der Suche nach einer gesamtdeutschen Identität die unterschiedlichen Prägungen der Menschen aus Ost und West zu berücksichtigen seien. Insbesondere ein gegenseitiges Erzählen und Teilhaben an den so verschiedenen Erfahrungen fördere den gesellschaftlichen Prozess der Vergangenheitsbewältigung.

 

Typisch deutsch, Berlin 2012 © Sebastian Bolesch, Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

Zu Gast auf dem Podium sind (v.l.) Birgit Wentzien (Moderation, Chefredakteurin des Deutschlandfunk), Pham Thi Hoai (Dolmetscherin und Übersetzerin), Pascal Thibaut (Deutschlandkorrespondent von Radio France Internationale, RFI), Freya Klier (freischaffende Autorin und Regisseurin) sowie Mely Kiyak (freie Autorin und Publizistin). Zu Beginn der Diskussion nehmen sie Stellung zu der Frage, was das typisch Deutsche ist, bzw. ob es das überhaupt gebe. Sie berichten von ihren persönlichen Erfahrungen im ehemals geteilten und nun wieder vereinten Deutschland.

 

Typisch deutsch, Berlin 2012 © Sebastian Bolesch, Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

Neben Bundespräsident Joachim Gauck sitzen Rainer Eppelmann, Vorstandsvorsitzender der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur (l.) und Anna Kaminsky, Geschäftsführerin der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur (r.). Gemeinsam verfolgen sie die Podiumsdiskussion über die deutsche Identität und die aktuellen Herausforderungen der wiedervereinten deutschen Gesellschaft.

 

Typisch deutsch, Berlin 2012 © Sebastian Bolesch, Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

Im Anschluss an die Podiumsdiskussion ist das Publikum aufgefordert, seine Fragen und Gedanken vorzutragen. Sabrina Buschner, Studentin des Masterstudiengangs Zeitgeschichte an der Universität Potsdam, weist stellvertretend für eine Gruppe von Studierenden darauf hin, dass die Sympathie für Deutschland von außerhalb vor allem abhängig sei vom Stimmungsbild zur aktuellen politischen und wirtschaftlichen Lage und weniger von historischen Gegebenheiten.

 

Typisch deutsch, Berlin 2012 © Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Es sei wünschenswert, dass das mehrmals betonte Stereotyp der deutschen Gründlichkeit zukünftig auch in der öffentlich geführten Debatte über die Migrationsproblematik zu finden sei, so Mimoza Troni, eine ehemalige Studentin der Politikwissenschaften der Universität Potsdam.

 

Typisch deutsch, Berlin 2012 © Sebastian Bolesch, Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

Bundespräsident Joachim Gauck nimmt Stellung zu den Statements aus dem Publikum und bekräftigt die Notwendigkeit einer multiperspektivischen Vergangenheitsbewältigung, die zukünftig neue Fragen in den Vordergrund stellt.

 

Typisch deutsch, Berlin 2012 © Sebastian Bolesch, Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

Am Ende der Veranstaltung bietet der anschließende Empfang weiteren Raum zur Diskussion. Bundespräsident Joachim Gauck ist im Gespräch mit Rainer Eppelmann, Vorstandsvorsitzender der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.

Weiterführende Informationen über die Podiumsteilnehmerinnen und -teilnehmer sowie die Einzelinterviews finden Sie unter Gesprächsrunde und Interviews.

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