Zwischen zwei Staaten

14. November 2013

Bundespräsident Joachim Gauck

Bundespräsident Joachim Gauck erläutert im Interview im Anschluss an die Veranstaltung „Zwischen zwei Staaten. Die ‚Dritte Generation Ostdeutschland'“ am 14. November 2013 im Schloss Bellevue, dass die Aufarbeitung der belasteten Vergangenheit immer länger dauere als der Verlauf der Vergangenheit selbst. Der öffentliche Diskurs über die Vergangenheit müsse weiterhin geführt werden, da Diktaturerfahrungen und spezifische Prägungen sonst weiter unter der Oberfläche bestehen blieben und die gegenwärtige demokratische Entwicklung belasteten.

Bei der Auseinandersetzung mit Diktaturerfahrungen käme den individuellen Erinnerungen eine besondere Bedeutung zu, da diese im Laufe der Zeit wegfielen. Insbesondere die „Dritte Generation“ habe heute die Chance, ohne Anklage nach diesen Erinnerungen zu fragen und so die Bereitschaft zu fördern, von den eigenen Erinnerungen zu erzählen. Sie könne somit einen großen Teil zur Öffnung und konstruktiven Weiterführung des Diskurses beitragen.

Weiterführende Informationen über Bundespräsident Joachim Gauck finden Sie unter Gesprächsrunde.

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