Zwischen zwei Staaten

14. November 2013

Bildergalerie

„Zwischen zwei Staaten“, Berlin 2013 © Jesco Denzel, Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

Bundespräsident Joachim Gauck eröffnet am 14. November 2013 die Veranstaltung „Zwischen zwei Staaten. Die Dritte Generation Ostdeutschland“ und begrüßt die Gäste: Angehörige der Initiative „3te Generation Ostdeutschland“, nationale und internationale Teilnehmende des Studienkollegs zu Berlin, eine Seminargruppe des Freiwilligen Sozialen Jahres im politischen Leben, Schülerinnen und Schüler der Katholischen Theresienschule Berlin und eine Projektgruppe der Stiftung Demokratische Jugend.

 

„Zwischen zwei Staaten“, Berlin 2013 © Jesco Denzel, Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

In seiner Begrüßungsrede betont Bundespräsident Joachim Gauck, dass die erzählten Geschichten immer geprägt seien von der individuellen Rolle der Erzählerin oder des Erzählers in einem politischen System – je nachdem, ob die Person z.B. zu den Mitläufern, Oppositionellen zählte oder politischer Funktionär war. Die nachfolgenden Generationen müssten sich mit diesen Geschichten und ihren Hintergründen auseinandersetzen und das Gespräch mit den älteren Generationen suchen.

 

„Zwischen zwei Staaten“, Berlin 2013 © Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Anna Kaminsky, Geschäftsführerin der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, hält im Anschluss an die Begrüßung des Bundespräsidenten die Einführungsrede zur Veranstaltung. Sie erläutert, dass jede Generation ihre Fragen neu stelle – die Chance der „Dritten Generation Ostdeutschland“ sei, dass sie die Umbruchserfahrung vereine, ohne unter dem SED-Regime gelitten zu haben.

 

„Zwischen zwei Staaten“, Berlin 2013 © Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Auf der anschließenden Podiumsrunde sind zu Gast (v.l.): Johannes Staemmler (Politikwissenschaftler, Mitgründer der „3ten Generation Ostdeutschland“), Sabine Rennefanz (Autorin und Journalistin), Doris Simon (Moderation, Redakteurin beim Deutschlandfunk in der Chefredaktion), Stephanie Maiwald (Kulturwissenschaftlerin, Mitgründerin der „3ten Generation Ostdeutschland“) und Karl Ulrich Mayer (Professor für Soziologie und Autor). Die Podiumsdiskussion widmete sich unter anderem der Frage nach der eigenen Herkunft und den individuellen Ursachen für die Auseinandersetzung mit den Erfahrungen der Eltern und das Engagement für die „3te Generation Ostdeutschland“.

 

„Zwischen zwei Staaten“, Berlin 2013 © Jesco Denzel, Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

Bundespräsident Joachim Gauck und Anna Kaminsky im jungen Publikum.

 

„Zwischen zwei Staaten“, Berlin 2013 © Jesco Denzel, Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

Im Anschluss an die Podiumsdiskussion hat das Publikum die Möglichkeit, Fragen an die Podiumsgäste zu stellen. Von den Gästen wurden u.a. Fragen nach einer möglichen Neiddiskussion zwischen den Ost- und Westdeutschen und den Empfindungen der Podiumsgäste im Zusammenhang mit dem NSA-Skandal gestellt.

 

„Zwischen zwei Staaten“, Berlin 2013 © Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Adriana Lettrari von der „3ten Generation Ostdeutschland“ erklärt, dass die Herausbildung einer neuen, gemeinsamen Generation und eines neuen Verständnisses von sich selbst eines der Ziele der Initiative sei.

 

„Zwischen zwei Staaten“, Berlin 2013 © Jesco Denzel, Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

Im Anschluss an die Publikumsfragen ergreift Bundespräsident Joachim Gauck noch einmal die Gelegenheit für ein abschließendes Statement. Er erinnert daran, dass es legitim und wesentlich sei, dass die ältere Generation anders rede als die jüngere. Für das vielfache Schweigen der älteren Generation gebe es unterschiedliche Gründe. Die Chance der nachfolgenden Generationen sei eine neue Frageebene, die es ermögliche, laute und naive Fragen zu stellen.

 

„Zwischen zwei Staaten“, Berlin 2013 © Jesco Denzel, Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

Bundespräsident Joachim Gauck im Gespräch mit Anna Kaminsky und den Podiumsgästen.

 

„Zwischen zwei Staaten“, Berlin 2013 © Jesco Denzel, Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

Beim abschließenden Empfang im Schloss Bellevue widmet sich Bundespräsident Joachim Gauck noch einmal weiteren Fragen der Gäste.

Weiterführende Informationen über die Podiumsteilnehmerinnen und -teilnehmer sowie die Einzelinterviews finden Sie unter Gesprächsrunde und Interviews.

Drucken Versenden